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Friese

Friese

Friesen sind großrahmige Pferde mit einem gewölbten, oft hoch angesetzten Hals, einer gut gewinkelten und bemuskelten Hinterhand und einer ausgeprägten Rippenwölbung. Friesen werden heute ausschließlich auf die schwarze Farbe des Rappen selektiert und sind daher meist reinerbig für diese Farbe. Die letzte braune Stute wurde 1928 in das Stammbuch eingetragen. Heute kommt die Braune Farbe nicht mehr vor. Sehr selten können noch Füchse vorkommen, die jedoch nicht erwünscht sind. Hengste die als Fuchsvererber bekannt werden, werden von der Zucht ausgeschlossen. Auch darf der Friese keine weißen Abzeichen am Kopf oder an den Beinen haben, sondern soll von oben bis unten reinschwarz sein. Ein "Stern" auf der Stirn ist gestattet, aber unerwünscht.

Friesen haben oft üppiges Langhaar, weshalb sie im süddeutschen Raum und Österreich auch als Langhaarpferde bezeichnet und eher als Nutztiere denn als Reitpferde verwendet werden. Erkennbar sind Friesen auch am Kötenbehang an den Beinen. Dieses Erscheinungsbild hat sich seit dem 17. Jahrhundert kaum verändert, auch wenn in den letzten Jahren auch überdurchschnittlich große Friesen gezüchtet wurde - was an der Nachfrage hin zu einem sportlicheren Pferd liegt. Die meisten Stuten befinden sich zwischen 155 und 165 cm, während die Hengste größer werden. Um zur Körung zugelassen zu werden muss der Hengst eine Mindestgröße von 158 cm mit 3 Jahren bzw. 160 cm mit 4 Jahren aufweisen.

Durch die Einzucht iberischer Pferde gewann der Friese deutlich an Dressureignung. Die hohe Knieaktion, die schwungvollen Grundgangarten und insbesondere sein Talent zur Hohen Dressur machen den Friesen zu einem beliebten Dressurpferd. Darüber hinaus ist er durch seine Kraft, Zuverlässigkeit, Geduld und Sanftmut weiterhin häufig vor Kutschen zu finden.
 

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